Dresdens Altstadt, Leipzigs Passagen und eine Bootsfahrt zum Abschluss: Nicky besuchte die beiden Städte im Juli 2024. Hier berichtet sie von ihrer Reise und den Aktivitäten, die sich auch für einen Städtetrip mit Teenagern anbieten. Ihre damalige Anreise führte mit dem European Sleeper von Amsterdam nach Dresden; anschließend ging es mit dem Zug weiter nach Leipzig.
Reisebericht von Nicky. Die persönlichen Erfahrungen und Fotos stammen von der Reise im Juli 2024. Praktische Angaben und Buchungslinks wurden aktualisiert.

Meine Anreise mit dem European Sleeper
Zum ersten Mal fuhr ich mit dem Nachtzug von Amsterdam Centraal nach Dresden-Neustadt. Die Nacht im Zug zu verbringen, war ein besonderer Teil der Reise. Für mich war es eine interessante Möglichkeit, Anfahrt und Übernachtung miteinander zu verbinden.

Damals gab es Schlaf- und Liegeabteile mit unterschiedlichen Belegungen. Vor der Buchung war deshalb die Frage wichtig, ob ich ein Abteil teilen oder privat nutzen wollte. Für Familien mit Teenagern kann ein eigenes Abteil angenehmer sein, wenn alle zusammenbleiben möchten.
Mein Tipp aus dieser Fahrt: Nehmt Ohrstöpsel und eine Schlafmaske mit. Trotz der Vorhänge wurde das Abteil nicht völlig dunkel. Außerdem können vorbeifahrende Züge nachts laut sein. Die Nachtzugfahrt ist ein Erlebnis, aber sie fühlt sich anders an als eine ruhige Hotelnacht.

Wenn ihr aus Deutschland anreist, könnt ihr eure Verbindung direkt nach Dresden und die Weiterfahrt nach Leipzig planen. Die Strecke über Amsterdam gehört zu meiner damaligen Reise. Aktuelle Verbindungen und die heute angebotenen Abteilkategorien findet ihr beim jeweiligen Bahnunternehmen.
Mein Hotel in Dresden
In Dresden übernachtete ich im Bilderberg Bellevue Hotel. Bei meiner Ankunft konnte ich bereits einchecken und frühstücken. Das war für mich nach der Nachtzugfahrt angenehm. Ein früher Check-in war Teil meiner Erfahrung und ist keine allgemeine Zusage für jeden Aufenthalt.
Das Hotel liegt auf der Neustädter Elbseite bei der Augustusbrücke. Von dort gelangte ich zu Fuß in die Altstadt. Für meine geplanten Aktivitäten war diese Lage praktisch: Ich musste nicht für jeden Weg erst ein Verkehrsmittel nehmen.

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Dresden zu Fuß entdecken
Bei einer Stadtführung ging es über die Augustusbrücke zum Schloßplatz und weiter durch die Altstadt. Der Fürstenzug gehört zu den auffälligen Stationen: Das große Wandbild zeigt die sächsischen Herrscher und lässt sich auch bei einem kürzeren Rundgang ansehen.

Am Neumarkt besuchten wir die Frauenkirche. Ihre Geschichte und der Wiederaufbau nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg geben dem Gebäude eine besondere Bedeutung. Auf dem Platz rundherum könnt ihr eine Pause einlegen oder den Stadtbummel fortsetzen.

Auf meinem Programm standen außerdem das Albertinum und die Gemäldegalerie Alte Meister. Mit Teenagern würde ich nicht automatisch beide Museen in einen Tag packen. Wählt lieber gemeinsam eine Sammlung aus und lasst danach noch Zeit für einen Spaziergang oder etwas zu essen.
Mit dem Bus einen Überblick bekommen
Ich nutzte auch einen Hop-on-Hop-off-Bus mit Audioguide. Dabei konnte ich an mehreren Stationen aussteigen. Eine solche Runde kann für den Einstieg helfen, wenn ihr euch zunächst einen Überblick verschaffen möchtet.

Dresden mit dem Fahrrad
Eine weitere Aktivität war eine Fahrradtour. Die Räder mietete ich bei RollOn. Das Radfahren brachte nach den Stadtführungen eine andere Art von Bewegung in die Reise. Für eine Familie lohnt sich eine Strecke, bei der alle mitkommen und genug Pausen möglich sind.

Weiter nach Leipzig
Nach anderthalb Tagen in Dresden fuhr ich mit dem Zug weiter nach Leipzig. Die Verbindung machte es unkompliziert, beide Städte in einer Reise zu kombinieren. Für eure Planung zählt der Fahrplan am konkreten Reisetag; eine feste Fahrzeit aus meinem Bericht ist dafür kein Ersatz.
In Leipzig übernachtete ich im Seaside Park Hotel gegenüber dem Hauptbahnhof. Die Lage war für die Ankunft mit dem Zug und meine Wege ins Zentrum praktisch.

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Passagen und Kirchen in Leipzig
Auch Leipzig lernte ich zunächst mit einem Guide kennen. Mir fielen die vielen Terrassen, Geschäfte und Passagen auf. Die Stadt wirkte auf mich anders als Dresden und ergänzte den ersten Teil der Reise gut.
In der Mädler-Passage liegt Auerbachs Keller. Als ich die Treppe hinunterging, überraschte mich, wie groß der Raum unter der Passage ist. Schon der Wechsel von der Einkaufswelt oben in die historischen Räume darunter macht den Besuch interessant.

Außerdem besuchten wir die Thomaskirche und die Nikolaikirche. Die Thomaskirche ist eng mit Johann Sebastian Bach verbunden. Die Nikolaikirche war im Herbst 1989 ein zentraler Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution in der DDR. Mit Jugendlichen lässt sich ein Kirchenbesuch hier gut mit einem Gespräch über deutsche Geschichte verbinden.

Für eine Shoppingpause bietet sich die Nikolaistraße an. Mir gefiel die Mischung aus Stadtgeschichte und den alltäglichen Wegen durch die Innenstadt. Ein Städtetrip muss nicht nur aus einzelnen Sehenswürdigkeiten bestehen.

Street Art, Aussicht und eine Bootsfahrt
Ich entdeckte unterwegs immer wieder Street Art, auch in der Nähe meines Hotels. Das war für mich eine schöne Ergänzung zu Kirchen und Passagen. Schaut beim Stadtbummel deshalb auch auf Fassaden und Seitenstraßen.

Für den Blick über Leipzig besuchte ich den Panorama Tower. Die Aussichtsplattform liegt in der 31. Etage. Eine solche Pause über der Stadt ist eine andere Erfahrung als noch ein weiterer Rundgang zwischen Gebäuden.

Zum Abschluss unternahm ich eine Bootsfahrt ab Stadthafen Leipzig. Die Stadt vom Wasser aus zu sehen, brachte noch einmal einen neuen Blickwinkel in die Reise. Die aktuellen Routen und Abfahrten findet ihr beim Stadthafen Leipzig.

Welche Aktivitäten passen zu eurer Familie?
Meine Reise war abwechslungsreich: Stadtführungen, Museen, Radfahren, Aussicht und Bootsfahrt sorgten für unterschiedliche Eindrücke. Für einen Urlaub mit Teenagern würde ich pro Tag einen größeren gemeinsamen Programmpunkt wählen und den Rest offenlassen.
Dresden bietet sich besonders für Altstadt, Elbe und Kunst an. In Leipzig könnt ihr Passagen, Street Art, Geschichte und Wasserwege verbinden. Wer beide Städte besuchen möchte, nimmt sich lieber mehrere Tage Zeit. Weitere Ideen findet ihr bei Deutschland mit Teenagern und unseren Städtereisen.





